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Niederlassungserlaubnis und dann ins Ausland (Gelesen: 328 mal)
Lurkus
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i4a rocks!


Beiträge: 15

Beziehung zum Thema Ausländerrecht: Ehegatte von Ausländer/in
Staatsangehörigkeit: Deutsch
Zeige den Link zu diesem Beitrag Niederlassungserlaubnis und dann ins Ausland
11.10.2021 um 22:06:06
 
Hallo,

in den letzten 11 Jahren sind meine Ehefrau (Russin) und ich (Deutscher) mehrfach zwischen Deutschland und den USA hin- und hergezogen. Nach Deutschland war das jeweils mit einem komplizierten Antrag zur Familienzusammenführung verbunden, damit sie das Einreisevisum und dann eAT erhielt.
Nun sind wir aller Voraussicht nach diesmal für etwas länger in Deutschland, und können dadurch endlich eine Niederlassungserlaubnis für sie erhalten.

Es gibt aber durchaus die Möglichkeit dass ich wieder beruflich in die USA gehe, in ein paar Jahren. Die Frage ist nun ob wir dann wirklich schon wieder ihren Status aufgeben müssten.
Einzige Ausnahmen die ich bei Recherche gefunden habe, ist nach 15 Jahre Aufenthalt (nicht gegeben) sowie für Rentner (nicht gegeben)?

PS: Die deutsche Staatsbürgerschaft würde das Problem (und viele andere Komplikationen) natürlich erledigen, leider wäre damit aber die Aufgabe ihrer russischen Staatsbürgerschaft notwendig, und das will sie verständlicherweise nicht, der Familie und Herkunft wegen

Vorab schonmal vielen Dank.
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Petersburger
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Beiträge: 5.845

RUS, Russia
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Beziehung zum Thema Ausländerrecht: Mitarbeiter/in Botsch., Kons.
Staatsangehörigkeit: deutsch
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Antwort #1 - 11.10.2021 um 23:15:57
 
§ 51 AufenthG
Zitat:
(2) Die Niederlassungserlaubnis eines Ausländers, der sich mindestens 15 Jahre rechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten hat sowie die Niederlassungserlaubnis seines mit ihm in ehelicher Lebensgemeinschaft lebenden Ehegatten erlöschen nicht nach Absatz 1 Nr. 6 und 7, wenn deren Lebensunterhalt gesichert ist und kein Ausweisungsinteresse nach § 54 Absatz 1 Nummer 2 bis 5 oder Absatz 2 Nummer 5 bis 7 besteht. Die Niederlassungserlaubnis eines mit einem Deutschen in ehelicher Lebensgemeinschaft lebenden Ausländers erlischt nicht nach Absatz 1 Nr. 6 und 7, wenn kein Ausweisungsinteresse nach § 54 Absatz 1 Nummer 2 bis 5 oder Absatz 2 Nummer 5 bis 7 besteht. Zum Nachweis des Fortbestandes der Niederlassungserlaubnis stellt die Ausländerbehörde am Ort des letzten gewöhnlichen Aufenthalts auf Antrag eine Bescheinigung aus.

Ich wundere mich, dass das Markierte Deiner Recherche entgangen ist.
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„All that is necessary for the triumph of evil is that good men do nothing.“ (Edmund Burke)
„Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun.“

Auf PN antworte ich nur dann per PN, wenn die Frage wirklich nicht ins Forum paßt.
 
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Lurkus
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i4a rocks!


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Beziehung zum Thema Ausländerrecht: Ehegatte von Ausländer/in
Staatsangehörigkeit: Deutsch
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Antwort #2 - 11.10.2021 um 23:35:04
 
Ich dachte das dies die "Rentner" Regel ist, bzw. nur auf die angewandt wird. Ist dem nicht so? D.h. auch bei Wegzug ins Ausland bleibt die Niederlassungserlaubnis für Ehepartner immer bestehen?
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lottchen
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i4a rocks!


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Beziehung zum Thema Ausländerrecht: Bekannt mit Ausländer/n/in
Staatsangehörigkeit: deutsch
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Antwort #3 - 12.10.2021 um 00:04:47
 
Und im Gesetz steht wo was von Rentnern in der von Petersburger zitierten Stelle des Gesetzes? Wenn was nur auf Rentner zutrifft dann steht das auch so im Gesetz. Im Zitierten geht es um mit einem Deutschen in ehelicher Gemeinschaft lebenden Niederlassungserlaubnisinhaber. Und das trifft doch dann auf Dich und Deine Frau zu?
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Lurkus
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i4a rocks!


Beiträge: 15

Beziehung zum Thema Ausländerrecht: Ehegatte von Ausländer/in
Staatsangehörigkeit: Deutsch
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Antwort #4 - 12.10.2021 um 00:28:06
 
Ich hatte gelesen dass es da unterschiedliche Auslegungen gibt je nach Bundesland. Falls es bei Verheirateten nun doch ein generell eindeutiger Fall ist, ist das natürlich umso besser.
Der zitierte Text liest sich für mich natürlich genauso wie ich mir das wünsche, aber ich kann mich da auch täuschen.
Vielen Dank, das beruhigt doch sehr.
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dim4ik
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i4a rocks!


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Beziehung zum Thema Ausländerrecht: Ich bin selbst Ausländer/in
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Antwort #5 - 14.10.2021 um 18:04:32
 
Lurkus schrieb am 12.10.2021 um 00:28:06:
Ich hatte gelesen dass es da unterschiedliche Auslegungen gibt je nach Bundesland.

Du verwechselst es sicherlich mit der Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs "ein seiner Natur nach nicht vorübergehender Grund" aus §51 Abs. 1 Nr. 6 AufenthG, dieser Norm ist aber im Fall Deiner Ehefrau nicht einschlägig, da sie nach Erteilung einer NE unter §51 Abs. 2 Satz 2 AufenthG fallen würde, und diese letztere Rechtsnorm kann beim besten Willen - wohl bis auf den Teilsatz "...wenn kein Ausweisungsinteresse nach § 54 Absatz 1 Nummer 2 bis 5 oder Absatz 2 Nummer 5 bis 7 besteht", auf den ich jedoch nicht weiter eingehen würde - nicht zweideutig ausgelegt werden.

Lurkus schrieb am 12.10.2021 um 00:28:06:
Der zitierte Text liest sich für mich natürlich genauso wie ich mir das wünsche, aber ich kann mich da auch täuschen.

Nein, tust Du nicht. Alles gut.
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