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Können Familienangehörige von EU-Bürgern im Gastland studieren? (Gelesen: 692 mal)
anurag
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17.01.2023 um 20:25:32
 
Hallo,
ich bin Drittstaatsangehöriger. Vielleicht lebe ich bald mit meinem deutschen Ehepartner in Österreich. Bei meiner Recherche habe ich erfahren, dass ich eine EU-Familienaufenthaltskarte bekomme, die mir auch den Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt für eine Erwerbstätigkeit ermöglicht. Schließt dies den Zugang zu höherer Bildung, Ausbildung usw. ein?
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Antwort #1 - 17.01.2023 um 22:16:55
 
Ja, tut es.
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anurag
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Antwort #2 - 05.01.2023 um 10:51:13
 
Hallo zusammen,
ich bin indischer Staatsbürger und mit einem Deutschen verlobt. Ich hatte in diesem Forum einige Fragen zur Familienzusammenführung in Deutschland gestellt, aber danach haben sich unsere Pläne komplett geändert.

Meine Verlobte hat jetzt ein sehr schönes Jobangebot in Österreich erhalten und sie möchte in den nächsten Monaten dorthin ziehen. Jetzt wollen wir entweder in Dänemark oder auf den Seychellen heiraten, und dann werde ich ein Visum für Österreich beantragen. Wird das alles kompliziert, einen Aufenthalt für mich zu bekommen, weil sie nicht in ihrem Heimatland lebt?

Wenn wir in Österreich sind, werden wir wahrscheinlich einige Jahre dort leben, aber ich denke nicht dauerhaft. Also, wenn wir uns in Zukunft entscheiden, nach Deutschland zurückzukehren, muss ich dann zurück nach Indien und erneut ein deutsches nationales Visum beantragen?

Vielen Dank
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Antwort #3 - 05.01.2023 um 11:05:36
 
Wenn Deine Verlobte als deutsche StAng in Österreich Arbeitnehmerin ist, dann erfüllt sie damit alle Voraussetzungen für die Arbeitnehmerfreizügigkeit.

Entsprechend sollte das Einreisevisum eine reine Formsache sein, denn es wird nur für den Grenzübertritt benötigt. Das Recht auf Einreise und Aufenthalt hast Du auch ohne dieses Visum, wenn Du zu Deiner deutschen Ehefrau nach Österreich ziehst.
Dann hast Du die sogenannte "abgeleitete" Freizügigkeit.

Nach einigen Jahren ist auch offensichtlich die "nachhaltige" Nutzung des Freizügigkeitsrechts durch Deine Ehefrau gegeben, so dass für Eure gemeinsame Übersiedlung nach Deutschland nichts erforderlich ist - kein vorheriges Visum oder eine sonstige Genehmigung.
Das ist dann ein sogenannter "Rückkehrerfall", in dem die Deutsche genauso behandelt wird, als wäre sie eine nach Deutschland übersiedelnde Österreicherin. Genauer: Nicht die Deutsche wird so behandelt, sondern die Drittstaater-Familienangehörigen. Die behalten ihre "abgeleitete" Freizügigkeit.

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Antwort #4 - 17.01.2023 um 17:56:09
 
Petersburger schrieb am 05.01.2023 um 11:05:36:
Wenn Deine Verlobte als deutsche StAng in Österreich Arbeitnehmerin ist, dann erfüllt sie damit alle Voraussetzungen für die Arbeitnehmerfreizügigkeit.

Entsprechend sollte das Einreisevisum eine reine Formsache sein, denn es wird nur für den Grenzübertritt benötigt. Das Recht auf Einreise und Aufenthalt hast Du auch ohne dieses Visum, wenn Du zu Deiner deutschen Ehefrau nach Österreich ziehst.
Dann hast Du die sogenannte "abgeleitete" Freizügigkeit.

Nach einigen Jahren ist auch offensichtlich die "nachhaltige" Nutzung des Freizügigkeitsrechts durch Deine Ehefrau gegeben, so dass für Eure gemeinsame Übersiedlung nach Deutschland nichts erforderlich ist - kein vorheriges Visum oder eine sonstige Genehmigung.
Das ist dann ein sogenannter "Rückkehrerfall", in dem die Deutsche genauso behandelt wird, als wäre sie eine nach Deutschland übersiedelnde Österreicherin. Genauer: Nicht die Deutsche wird so behandelt, sondern die Drittstaater-Familienangehörigen. Die behalten ihre "abgeleitete" Freizügigkeit.


Danke für die Antwort.

Also wenn ich das richtig verstanden hab, brauch ich nach der Hochzeit nur noch ein Visum für die Einreise nach Österreich, und dann muss ich in Österreich eine Familien-Aufenthaltskarte beantragen? Und dann wird diese Karte in Deutschland und der restlichen EU anerkannt?

Wissen Sie auch, ob ich mit dieser Karte in Österreich studieren oder arbeiten darf?
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Antwort #5 - 17.01.2023 um 22:17:49
 
Warum fragst Du zweimal? Hier und in einem neuen Thema?
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Antwort #6 - 17.01.2023 um 23:50:11
 
Petersburger schrieb am 17.01.2023 um 22:17:49:
Warum fragst Du zweimal? Hier und in einem neuen Thema?

Entschuldigung, ich habe die Frage hier gepostet, dann aber hab ich gedacht, die hat mehr mit EU-Recht zu tun und gehört in das andere Board. Danke für die Hilfe Smiley
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Antwort #7 - 21.01.2023 um 20:47:20
 
Petersburger schrieb am 05.01.2023 um 11:05:36:
Wenn Deine Verlobte als deutsche StAng in Österreich Arbeitnehmerin ist, dann erfüllt sie damit alle Voraussetzungen für die Arbeitnehmerfreizügigkeit.

Entsprechend sollte das Einreisevisum eine reine Formsache sein, denn es wird nur für den Grenzübertritt benötigt. Das Recht auf Einreise und Aufenthalt hast Du auch ohne dieses Visum, wenn Du zu Deiner deutschen Ehefrau nach Österreich ziehst.
Dann hast Du die sogenannte "abgeleitete" Freizügigkeit.

Nach einigen Jahren ist auch offensichtlich die "nachhaltige" Nutzung des Freizügigkeitsrechts durch Deine Ehefrau gegeben, so dass für Eure gemeinsame Übersiedlung nach Deutschland nichts erforderlich ist - kein vorheriges Visum oder eine sonstige Genehmigung.
Das ist dann ein sogenannter "Rückkehrerfall", in dem die Deutsche genauso behandelt wird, als wäre sie eine nach Deutschland übersiedelnde Österreicherin. Genauer: Nicht die Deutsche wird so behandelt, sondern die Drittstaater-Familienangehörigen. Die behalten ihre "abgeleitete" Freizügigkeit.



Tut mir leid Sie nochmal zu stören, aber ich habe noch einige technische Fragen zu diesem Thema.

1. Wenn mein Partner als sogenannter „Rückkehrfall“ mit mir nach Deutschland zurückkommt, werde ich bei der Beantragung der Staatsbürgerschaft wie ein normaler Ehegatte eines deutschen Staatsangehörigen behandelt (wobei ich glaube, die Aufenthaltsvoraussetzung sind 3 Jahre) oder muss ich das 7-8 Jahre warten wie Familienangehörige von nichtdeutschen EU-Bürgern?

2. Ist im EU-Recht klar, was als „nachhaltige“ Nutzung des Freizügigkeitsrechts gilt? Muss man mehrere Jahre in einem anderen EU-Land leben?

Danke schonmal.
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Antwort #8 - 21.01.2023 um 21:02:50
 
1. Gem. § 9 StaG kommst es erstens darauf an, dass der Aufenthalt rechtmäßig ist. Bei abgeleiteter EU Freizügigkeit ist der Aufenthalt rechtmäßig. Und zweitens kommt es darauf an, dass der Ehegatte deutsch ist. Also insofern ist die beschleunigte Einbürgerung nach drei Jahren möglich.

2. Drei Monaten und einem Tag sind quasi nachhaltig. Also ihr solltet nach der Eheschließung drei Monate und ein Tag in Österreich zusammenleben und dann umziehen...
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"Alles Recht in der Welt ist erstritten worden, jeder wichtige Rechtssatz hat erst denen, die sich ihm widersetzten, abgerungen werden müssen, und jedes Recht, sowohl das Recht eines Volkes wie das eines Einzelnen, setzt die stetige Bereitschaft zu seiner Behauptung voraus. Das Recht ist nicht blosser Gedanke, sondern lebendige Kraft." - Rudolph von Jhering in "Der Kampf ums Recht"
 
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Antwort #9 - 26.01.2023 um 09:49:36
 
anurag schrieb am 17.01.2023 um 17:56:09:
brauch ich nach der Hochzeit nur noch ein Visum für die Einreise nach Österreich,

Wenn du bereits einen gültigen AT (Visum, AE) für Deutschland besitzt und damit nach Österreich einreisen kannst, brauchst du kein weiteres Visum speziell für Österreich.

siehe
Petersburger schrieb am 05.01.2023 um 11:05:36:
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