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Aufenthaltskarte für Familienangehörige (Gelesen: 960 mal)
quan2708
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29.03.2021 um 23:27:00
 
Ich bin 2007 von Rumänien nach Deutschland ausgewandert.
Nachdem ich mehr als 8 Jahre in Deutschland gelebt und gearbeitet hatte, wurde ich deutscher Staatsbürger. Ich habe meine rumänische Staatsbürgerschaft behalten, wie es erlaubt war. Nach einiger Zeit bin ich zurück nach Rumänien gezogen.
Später habe ich meine Frau in Rumänien geheiratet. Meine Frau ist Nicht-EU-Bürgerin.
Sie erhielt eine Aufenthaltserlaubnis in Rumänien und wir lebten dort bis vor kurzem, als wir nach Deutschland zogen.

Wir haben kein Visum beantragt, als wir von Rumänien nach Deutschland gezogen sind, da meine Frau aufgrund ihres Reisepasses 3 Monate allein im Schengen-Raum reisen kann und sie aufgrund der Rechte der Aufenthaltserlaubnis in Rumänien auch in Begleitung von mir reisen kann.

Wir haben um eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland wie für ein Familienmitglied eines deutschen Staatsbürgers gebeten. Eine der Anforderungen der Ausländerbehörde war ein deutschsprachiges A1-Zertifikat.

Etwas mehr als 2 Monate sind vergangen, seit wir den Schengen-Raum betreten haben.
Es ist unmöglich, innerhalb eines Monats ein A1-Zertifikat in deutscher Sprache zu erhalten.
Können wir eine kurzfristige Aufenthaltserlaubnis beantragen, bis sie das A1-Niveau erreicht?

Ich habe festgestellt, dass für Familienangehörige von EU-Bürgern kein Deutsch der Stufe A1 erforderlich ist.
Könnten wir noch eine Aufenthaltserlaubnis für Familienmitglieder von EU-Bürgern beantragen, wenn ich die deutsche und rumänische Staatsbürgerschaft besitze?

Vielen Dank im Voraus
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Antwort #1 - 29.03.2021 um 23:35:49
 
quan2708 schrieb am 29.03.2021 um 23:27:00:
Könnten wir noch eine Aufenthaltserlaubnis für Familienmitglieder von EU-Bürgern beantragen, wenn ich die deutsche und rumänische Staatsbürgerschaft besitze?

Ja, der grenzüberschreitende Bezug ist hier gegeben. Deiner Frau sollte dementsprechend eine Aufenthaltkarte nach dem FreizügG ausgestellt werden, §§ 12a, 5 Abs. 1 FreizügG/EU.
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Antwort #2 - 29.03.2021 um 23:58:27
 
Ich kann aber nicht nachweisen, dass ich als deutscher Staatsbürger in Rumänien gelebt habe, weil ich dort als deutscher Staatsbürger keine EU-Aufenthaltskarte für mich beantragt habe. Ich habe meinen rumänischen Personalausweis benutzt.

Es macht kein Sinn, weil die natürliche Person nur eine ist, selbst wenn ich 2 Pässe habe.

Ich habe als natürliche Person in anderen EU-Ländern gelebt, nachdem ich meine deutsche Staatsbürgerschaft erhalten habe. (in diesem Fall Rumänien) aber ich habe den deutschen Pass nicht benutzt, um mich auszuweisen.

Es ist lustig, dass ich noch ein Dokument das heißt "Bescheinigung über das Bestehen eines Freizügigkeitrechtes gemäß §5 FreizügG/EU" habe und diese laut :

"Diese Bescheinigung ist unbefristet gültig."
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Antwort #3 - 30.03.2021 um 00:48:49
 
Hallo,

Du kannst für Deine Zeit als Deutscher in Rumänien doch aber sicherlich Deinen Aufenthalt durch andere Dokumente nachweisen.
Krankenversicherung dort? Stromrechnungen? Mietvertrag? Arbeitsvertrag? etc.?

Gruß
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Antwort #4 - 30.03.2021 um 00:52:05
 
https://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_03022016_MI12100972...

Das Aufenthaltsrecht dieser Familienangehörigen richtet sich nach dem Aufenthaltsgesetz.
Allerdings kann drittstaatsangehörigen Familienangehörigen von Deutschen in bestimmten Konstellationen ein abgeleitetes Freizügigkeitsrecht zustehen. Dies ist der Fall, wenn der deutsche Staatsangehörige aus einem anderen EU-/EWR-Mitgliedstaat vorübergehend (z. B. zu familiären Besuchen) oder dauerhaft nach Deutschland zurückkehrt, nachdem er sein Freizügigkeitsrecht ausgeübt hat (so genannte „Rückkehrfälle“) und seine Familienangehörigen ihn begleiten oder zu ihm nachziehen. Dies gilt auch, wenn der Deutsche zugleich Staatsangehöriger des EU-/EWR Mitgliedstaates ist, von dem aus er nach Deutschland kommt oder zurückkehrt, sofern der vorherige Aufenthalt in dem anderen EU-/EWR Mitgliedstaat eine gewisse Qualität und Nachhaltigkeit aufweist (BVerwG, Urteil vom 16. November 2010 – 1 C 17/09; BVerwG, Urteil vom 11. Januar 2011 – 1 C 23/09). In den vorstehend beschriebene Konstellationen liegt ein grenzüberschreitender Bezug vor, bei dem sich der Deutsche und seine Familienangehörigen in einer Situation befinden, die der Situation des Unionsbürgers gleicht, der von seinem Freizügigkeitsrecht Gebrauch macht und von seinem Herkunftsstaat mit seiner Familie nach Deutschland kommt. Wenn ein solcher grenzüberschreitender Bezug vorliegt, sind ausnahmsweise die Regelungen des Freizügigkeitsgesetzes/EU auch auf die drittstaatsangehörigen Familienangehörigen Deutscher anwendbar.

Unerheblich ist dabei, ob die Ehe oder das Verwandtschaftsverhältnis erst während des Aufenthalts des Deutschen im anderen EU-/EWR-Mitgliedstaat begründet worden ist.

Es muss jedoch darauf geachtet werden, ob es sich um eine „echte“ Rückkehr bzw. Aufenthaltsverlagerung nach Deutschland handelt. Besteht ein hinreichender Verdacht, dass die Ausreise lediglich vorübergehend war und dem Zweck der Umgehung nationaler Familiennachzugsregelungen diente, ist das Recht auf Freizügigkeit wegen Rechtsmissbrauchs zu versagen.


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Antwort #5 - 30.03.2021 um 01:05:40
 
Der Inhalt des von Dir zitierten Textes dürfte den hier schreibenden, langjährigen Mitarbeitern diverser mit Ausländerangelegenheiten befassten Behörden und anderer langjähriger Schreiber durchaus bekannt sein.

Daher noch einmal die Feststellung:
Du kannst doch sicher durch die genannten oder gleichartigen Dokumente Dein längeres Leben in Rumänien o. anderen EU-Staaten belegen.

Ein "LoL" wird im Allgemeinen nicht ausreichen, um Zweifel an einer denkbaren Umgehung des nationalen Aufenthaltsrechts zu begegnen.
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Antwort #6 - 30.03.2021 um 01:32:51
 
Ja, aber wenn sie eine Anmeldung als deutscher Staatsbürger in Rumänien erwarten oder wenn sie erwarten, dass ich eine Anmeldung / Abmeldung als rumänischer Staatsbürger bei der rumänischen Meldebehörde habe, habe ich kein Glück.

Ich kann beweisen, dass ich dort gearbeitet habe
Ich kann beweisen, dass meine Frau dort gearbeitet und studiert hat.
Es gibt viele Dokumente, die ich auf eigene Kosten übersetzen kann.

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Antwort #7 - 30.03.2021 um 07:36:35
 
Genau das hatte T.P.2013 gefragt.

Nimm diese Dokumente und lege sie der ABH als Beweis für Deinen langfristigen Aufenthalt in ROU vor.

Alle Dokumente wirst Du sicher nicht übersetzen lassen müssen, auch nicht den kompletten Arbeitsvertrag. Die Einzelheiten des Arbeitsverhältnisses dürften weniger relevant sein als Vertragspartner und Vertragsdauer.
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Antwort #8 - 30.03.2021 um 10:51:18
 
Was sind die Konsequenzen für den rechtlichen Status meiner Frau in Deutschland, wenn wir die 3 Monaten Frist überschreiten?
Mein Frau is schon seit 80 Tage im Schengen raum.
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Antwort #9 - 30.03.2021 um 10:58:27
 
Es gibt keine, da das Freizügigkeitsrecht qua Gesetz besteht und die Aufenthaltskarte dieses lediglich bescheinigt.
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Antwort #10 - 30.03.2021 um 11:17:19
 
Aber wenn sie zum Beispiel nach 6 Monaten den Schengen-Raum verlässt, mit dem Auto über Ungarn, wird ihr kein Verbot für einen "over-stay" in ihrem Pass auferlegt?

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Antwort #11 - 30.03.2021 um 12:00:36
 
Bitte trenne in Deinem Verständnis zwischen rechtlichem Status und Dokumenten.

Bei Drittstaatern ohne EU-Bezug ist es einfacher: Dort ist der ausländerrechtliche Status fast immer an den Dokumenten relativ leicht ablesbar.

Nicht bei Deiner Frau, wenn sie keinerlei Belege dafür hat, dass sie von Dir EU-Freizügigkeit ableiten kann. Dann hat sie nur ihren Reisepass, wird für einen "normalen" Drittausländer gehalten und entsprechend behandelt.

Daher:
quan2708 schrieb am 30.03.2021 um 11:17:19:
wenn sie zum Beispiel nach 6 Monaten den Schengen-Raum verlässt, mit dem Auto über Ungarn,

und das ohne Dich und sonstige Belege, dann wird sie als Drittstaater ohne erforderliche Erlaubnis zum Aufenthalt in den Schengen-Staaten behandelt.

Mit Belegen - im Idealfall einer Aufenthaltskarte, aber auch in Deiner Begleitung und mit Eheurkunde - dürften schlimmstenfalls Fragen kommen.

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Antwort #12 - 31.03.2021 um 18:03:46
 
Ich kriege nun kein Antwort von Ausländeramt seit mehrere Tage. Wo sonst krieg ich Beratung?
Gibt es irgendwo eine kostenpflichtiges Beratungstelle , vielleicht online? (wie Anwalt online oder ähnlich)

Kann ich eine "Fiktionsbescheinigung" oder ein "Duldung" bestellen bis wir alle Unterlagen bereit haben?

Sollte ich nicht bei Antragstellung eine Antragsbestätigung erhalten haben?


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Antwort #13 - 31.03.2021 um 21:30:43
 
quan2708 schrieb am 31.03.2021 um 18:03:46:
Kann ich eine "Fiktionsbescheinigung" oder ein "Duldung" bestellen bis wir alle Unterlagen bereit haben?

Bitte nicht.

Nicht jetzt mit Begriffen hantieren, die nach einer Lösung aussehen können, das Ganze aber nicht verbessern!

Eine Fiktionsbescheinigung gibt es bei einer Antragstellung nach dem Aufenthaltsgesetz - genau das willst Du aber nicht. Auch sie bescheinigt nur eine kraft Gesetzes eingetretene Wirkung, wird also innerhalb Deutschlands gar nicht für den rechtlichen Status benötigt.

Eine Duldung (= Aussetzung der Abschiebung) kann nur jemand bekommen, der ausreisepflichtig ist - da Du von abgeleiteter EU-Freizügigkeit ausgehst, wäre das völlig abwegig.

quan2708 schrieb am 31.03.2021 um 18:03:46:
Sollte ich nicht bei Antragstellung eine Antragsbestätigung erhalten haben?

Bei einer Antragstellung nach dem Aufenthaltsgesetz - ja. Steht so in § 81 Abs. 5 AufenthG und heißt "Fiktionsbescheinigung".


Wenn Du mit Deiner Frau dagegen zur ABH gehst und die entsprechenden Unterlagen auf den Tisch legst, damit die ABH Deiner Frau von Amts wegen eine Aufenthaltskarte ausstellen kann (Du hast das Wort Antrag ganz bewußt nicht lesen können!), dann soll die ABH eine entsprechende Bescheinigung ausstellen.
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Antwort #14 - 01.04.2021 um 10:08:42
 
Ohne vollständige Unterlage ist ein Antrag nicht gestellt?

Für einige Dokumente, die ABH anfordert, benötigen wir noch Zeit.
Nach mehr als 90 Tagen im Schengen-Raum müssen wir für kurze Zeit außerhalb von Schengen reisen.

Eine Bescheinigung das der Antrag gestellt ist wäre hilfreich am Schengenraum Ausfahrt Grenze.
Es wäre auch hilfreich für die Rückfahrt am Grenzübergang.

Oder nicht?

Vielleicht mache ich mir zu viele Sorgen.
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Antwort #15 - 01.04.2021 um 10:30:58
 
Du wirfst EU-Recht und Aufenthaltsrecht völlig durcheinander.
Wenn sie eine AE als die Ehefrau eines Deutschen möchte (nach nationalem, also deutschem Aufenthaltsrecht) muss sie in ihrem Heimatland (oder dort, wo sie momentan ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat) ein Visum zur FZF beantragen. Und dafür benötigt sie A1. Dafür ist von Deutschland aus ohnehin nichts zu machen.
Wenn Sie aber als Familienangehöriger eines EU-Bürgers eine Aufenthaltskarte im Rahmen des EU-Rechts haben möchte, dann beantragt sie gar nichts. Dann bittet sie nur um Ausstellung dieser Karte. Sie beantragt nicht die Karte, sie verlangt (oder bittet höflich) die Ausstellung derselben. Sie bittet darum, ihr bereits vorhandenes Recht in dieser Karte zu dokumentieren. Als Nachweis ihres Rechts. Und dafür gibt es keine Fiktionsbescheinigung o.ä. (das ist ein Wort aus dem Aufenthaltsrecht). Und es gibt auch keinen Antrag. Und es ist kein A1 nötig.
Du musst Dich entscheiden welchen Weg Ihr gehen wollt. Über EU-Recht oder über nationales Aufenthaltsrecht. EU-Recht dürfte um einiges bequemer sein. Dafür musst Du eben nur nachweisen, dass Du ein Rückkehrer bist. Das hast Du doch am 30.03.21 um 00:52Uhr hier im Thread selber sauber ausgeführt. Du kennst die Rechtslage, scheinst sie aber nicht zu verstehen.
      
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Antwort #16 - 01.04.2021 um 10:42:32
 
Eine Entscheidung ist weder notwendig, noch überhaupt rechtlich möglich. Das AufenthG findet auf Freizügigkeitsberechtigte keine Anwendung, insoweit können sich weder die Frau des TS noch die ABH auf dessen Bestimmungen berufen, soweit das FreizügG nichts anderes vorsieht.

Falsch somit ist auch die Behauptung, die Ausstellung einer Fiktionsbescheinigung sei im Freizügigkeitsrecht nicht möglich. Das ist seit der neuesten Gesetzesänderung möglich - § 11 Abs. 4 Satz 1 FreizügG verweist insoweit auf das AufenthG. Diese ist erstens nur auf Antrag auszustellen und zweitens im Gegensatz zur einfachen Bescheinigung über die gemachten Angaben bereits eine Vorwegnahme der Entscheidung, da sie nur den Zeitraum bis zur Überlassung des eAT abdecken soll.

Also schnell die notwendigen Dokumente für den Nachweis des Bestehens einer Rückkehrerfreizügigkeit zusammensuchen und wenn gewünscht eine FB beantragen.
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Antwort #17 - 01.04.2021 um 11:09:50
 
Ich habe nicht behauptet, eine FB sei für Freizügige unmöglich.

Jedoch: Eine FB ist für die Dokumentation des kraft Gesetzes bestehenden Aufenthaltsrecht im Inland nicht nötig. Da reicht auch die einfache Bescheinigung.

An einer Schengen-Außengrenze hilft sie bei der Einreise genauso viel wie die letzte Tankquittung vor Grenzübertritt:

Denn eine FB nach § 81 Abs. 3 AufenthG berechtigt nicht zum Grenzübertritt und ist auch keinem Schengen-Partner notifiziert.

Eine FB nach § 81 Abs. 4 AufenthG ist nur in Verbindung mit dem vorhergehenden Aufenthaltstitel als "Grenzübertrittsdokument" notifiziert. Da Deine Frau jedoch keinen vorhergehenden Aufenthaltstitel besitzt, hilft die FB keinen Schritt weiter.


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Antwort #18 - 01.04.2021 um 11:16:07
 
Ach, hör doch auf um den heißen Brei herumzureden. Du hast die Rechtslage falsch wiedergegeben. Punkt.

Dass die FB für Freizügigkeitsberechtigtige im Inland keinem Zweck dienen soll, scheint der Gesetzgeber anders zu sehen, zumal wie gesehen rechtlich ein Unterschied zwischen einfacher Bescheinigung und Fiktionsbescheinigung besteht. Ich glaube den Unterschied zwischen noch nichts geprüft und geprüft und nur eine Aushändigung muss ich dir nicht erklären.
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Antwort #19 - 02.04.2021 um 01:08:28
 
Petersburger schrieb am 31.03.2021 um 21:30:43:
Bei einer Antragstellung nach dem Aufenthaltsgesetz - ja. Steht so in § 81 Abs. 5 AufenthG und heißt "Fiktionsbescheinigung".

Ich meinte das hier: https://service.berlin.de/dienstleistung/326235/

"Wenn eine Aufenthaltskarte nicht sofort bei Vorsprache ausgestellt werden kann, z. B. weil noch Unterlagen fehlen, wird unverzüglich eine formlose Antragsbescheinigung ausgestellt. Die Bescheinigung gilt für sechs Monate ab Ausstellung."


Dies ist das, was wir brauchen, damit wir für einige Zeit legal sind, auch wenn es uns nicht gelingt, alle von ABH angeforderten Dokumente bereitzustellen.




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Antwort #20 - 02.04.2021 um 01:52:58
 
Lasst uns vergessen für einige zeit die AufenthG.
(die kommt immer in frage weill nach meine Verständnis eine Rückkehrer kann wählen die günstigste Voraussetzung zwischen AufenthG und FreizugG)
Wenn der Antrag nach FreizügG/EU wird abgelehnt machen wir danach nach AufenthG mit Visum + deutsch A1.


  • Für eine Aufenthaltskarte nach FreizügG/EU ist meine Frau die Antragsteller oder ich?
  • Kann der Antrag gestellt werden, ohne meine Frau hier zu sein?
  • Oder kann meine Frau in die Zeit zwischen Antragsstellung und Antragsgenehmigung einige Zeit in Ausland zu sein? (so das sie nicht die 90 Tage in Schengen überschreit, wenn sie sagen das Antragsbescheinigung dient nicht am Grenzübergang)
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Antwort #21 - 02.04.2021 um 02:00:20
 
lottchen schrieb am 01.04.2021 um 10:30:58:
Du wirfst EU-Recht und Aufenthaltsrecht völlig Du kennst die Rechtslage, scheinst sie aber nicht zu verstehen.
      

Ich bin sehr dankbar für alle Antworten, die ich hier erhalte, da ich kein Jurist bin, aber auch nicht eine Person die nur zahlt ein Anwalt und probiert nicht zu verstehen was und warum angefordert ist. Ist eher ein Vertrauensproblem als ein Geldproblem.
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Antwort #22 - 02.04.2021 um 11:09:00
 
quan2708 schrieb am 02.04.2021 um 01:08:28:
Dies ist das, was wir brauchen, damit wir für einige Zeit legal sind, auch wenn es uns nicht gelingt, alle von ABH angeforderten Dokumente bereitzustellen.

Nicht "um einige Zeit legal zu sein", sondern um einen Beleg dafür zu haben.
Das "legal sein" ist für Freizügige kraft Gesetzes gegeben und wird nicht durch Bescheinigungen erst erzeugt.

Eine Aufenthaltskarte wird nicht auf Antrag ausgestellt, sondern von Amts wegen - daher kann es keine "Antragsbestätigung" geben - so steht es nicht im Gesetz -, sondern
Zitat:
Eine Bescheinigung darüber, dass die erforderlichen Angaben gemacht worden sind, erhält der Familienangehörige unverzüglich.


Und auch wenn die seit Nov. 2020 geltende Änderung des FreizügG/EU an mir vorbeigegangen ist (ja, ist sie!):
Solange nicht auch der Text des bundeseinheitlichen Vordrucks der Fiktionsbescheinigung geändert und entsprechende Änderungen den Schengen-Partnern notifiziert werden, bleibt im Hinblick auf Deine Frage
quan2708 schrieb am 30.03.2021 um 11:17:19:
Aber wenn sie zum Beispiel nach 6 Monaten den Schengen-Raum verlässt, mit dem Auto über Ungarn, wird ihr kein Verbot für einen "over-stay" in ihrem Pass auferlegt?

alles beim Alten: eine FB hilft Deiner Frau keinen Schritt weiter.

Ich habe mich in diesem Forum noch nie zu Empfehlungen hinreißen lassen, eine völlig korrekte juristische Position um jeden Preis an einer Grenze oder sonstwo im Ausland gegenüber der Polizei durchzusetzen.
Diesen Luxus kann sich nur erlauben, wer die Zeit und die Nerven dazu hat - ganz im Unterschied zum Inland in einer Diskussion mit der ABH. Die findet meist ohne Zeitdruck statt und man kann bei Bedarf rechtliche Hilfe hinzuziehen.
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Antwort #23 - 02.04.2021 um 12:21:46
 
quan2708 schrieb am 02.04.2021 um 01:52:58:
Wenn der Antrag nach FreizügG/EU wird abgelehnt...Für eine Aufenthaltskarte nach FreizügG/EU ist meine Frau die Antragsteller oder ich?...Kann der Antrag gestellt werden, ohne meine Frau hier zu sein?...Oder kann meine Frau in die Zeit zwischen Antragsstellung und Antragsgenehmigung einige Zeit in Ausland zu sein?


Welcher ANTRAG? EU-Freizügigkeit BEANTRAGT man NICHT. Man hat sie oder man hat sie nicht.
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Antwort #24 - 02.04.2021 um 12:43:19
 
Benötigt wird eine Aufenthaltskarte als Nachweis der Freizügigkeit und wer zur ABH geht und dort entsprechende Angaben machen, beantragt damit auch konkludent eine Aufenthaltskarte. Man sollte hier nicht auf dem Wortlaut des Gesetzes verharren, weil die Ausstellung vom Amtswegen an die Behörde gerichtet ist, die Angaben als Antrag als zu verstehen. Für den Betroffenen, der hier die Ehefrau des TS ist, völlig uninteressant.

Insoweit sollte hier aufgrund des besonderen Falls der ABH gegenüber ausdrücklich klargestellt werden, dass keine AE nach dem AufenthG sondern eine Aufenthaltskarte gewünscht wird. Sonst kommt die ABH noch auf die Idee, A1 und womöglich ein Visumverfahren zu fordern obwohl das nicht notwendig ist.

Erst falls die ABH feststellt, dass keine Freizügigkeit vorliegt, gelangt man zum AufenthG - soweit sind wir hier aber noch überhaupt nicht.

quan2708 schrieb am 02.04.2021 um 01:52:58:
Für eine Aufenthaltskarte nach FreizügG/EU ist meine Frau die Antragsteller oder ich?
Kann der Antrag gestellt werden, ohne meine Frau hier zu sein?
Oder kann meine Frau in die Zeit zwischen Antragsstellung und Antragsgenehmigung einige Zeit in Ausland zu sein?

Mach es doch nicht kompliziert: Geht zur ABH, macht die Angaben und stellt klar, dass ihr eine Aufenthaltskarte wollt und verzichtet solange die Karte nocht nicht da ist, auf unnötige Auslandsreisen. Falls eine Reise unbedingt notwendig sein sollte, verreist gemeinsam.

quan2708 schrieb am 02.04.2021 um 01:52:58:
so das sie nicht die 90 Tage in Schengen überschreit, wenn sie sagen das Antragsbescheinigung dient nicht am Grenzübergang)

Sie muss nicht ausreisen, nur weil die 90 Tage aufgebraucht sind - das ist irrelevant und ihr Aufenthalt wird nicht "illegal" wenn sie länger als 90 Tage am Stück in Deutschland ist. Dir wurde jetzt mehrmals erzählt, dass deine Frau ein Aufenthaltsrecht bereits jetzt zusteht und nur noch eine Bescheinigung in Form der Aufenthaltskarte ausgestellt werden muss. Nur aus Angst um einen "illegalen" Aufenthalt ist KEINE Ausreise aus Deutschland bzw. dem Schengenraum notwendig.
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« Zuletzt geändert: 02.04.2021 um 12:57:20 von Bayraqiano »  

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Antwort #25 - 02.04.2021 um 13:10:54
 
Dann, was meint die guten Leute aus Berlin? : 
"Die Aufenthaltskarte wird von Amts wegen innerhalb von sechs Monaten ausgestellt, nachdem die erforderlichen Angaben gemacht wurden.

Wenn eine Aufenthaltskarte nicht sofort bei Vorsprache ausgestellt werden kann, z. B. weil noch Unterlagen fehlen, wird unverzüglich eine formlose Antragsbescheinigung ausgestellt. Die Bescheinigung gilt für sechs Monate ab Ausstellung.
"
Egal,  lässt uns vergessen die Antragsbescheinigung, Fiktionsbescheinigung und die andere.



Konkret:
Wir haben die Möglichkeit, dass meine Frau nach 85 Tagen nach Rumänien reist und dort bleibt, bis der Fall entschieden ist.
Wenn sie innerhalb von 3 Monaten zurückkommt, hat sie noch 5 Tage im Schengen-Raum.
Ich kann meine Frau auf beiden Reisen hin und zurück begleiten ist aber nicht ein muss.

Kann die Aufenthaltskarte bearbeitet werden, wenn Mein Frau nicht hier ist?
Sie sollte in diese fall abgemeldet von Einwohnermeldeamt sein, oder nicht?
Wenn fertig ist die Aufenthaltskarte muss persönlich abgeholt werden, oder?




In eine theoretische fall: 
Kann der EU-Bürger eine Aufenthaltskarte für seine Nicht-EU Familienangehörige bei der Ausländerbehörde beantragen, wenn dieses Familienangehörige noch nicht in Deutschland anwesend ist? (die EU-Burger ist aber in Deutschland angemeldet)

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Antwort #26 - 02.04.2021 um 13:24:36
 
Und warum bleibt deine Frau nicht einfach in Deutschland? Die Sache mit den 90 Tagen hast du schon verstanden, oder?
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Antwort #27 - 02.04.2021 um 14:39:50
 
Bayraqiano schrieb am 02.04.2021 um 13:24:36:
Und warum bleibt deine Frau nicht einfach in Deutschland? Die Sache mit den 90 Tagen hast du schon verstanden, oder?


Weil hin und zurück kostet ein flieg 70 euro. Mit Auto ist auch nicht sehr teuer.

Und selbst wenn ich Recht hätte, würde ich gerne den Stress loswerden, einem ungarischen Grenzbeamten eine Erklärung abzugeben.

Mir fehlt ein Dokument und die Probabilität das ich die nie bekommen ist 50%. Wenn ich es nicht erhalte, dann => nach 5-6 Monaten an Grenzbeamten erklären warum nur mit Eheurkunde+Pass reisen nach so viel zeit in Schengenraum.

Mein Frau vermisst so wie so Rumänien egal ob auch dort sie nur ein Ausländer ist. Ich gehe nicht mehr im Detail mit diese.


Ich werde noch einmal meine wichtigsten Fragen stellen:


Kann die Aufenthaltskarte bearbeitet werden, wenn Mein Frau nicht hier ist?
Sie sollte in diese fall abgemeldet von Einwohnermeldeamt sein, oder nicht?
Wenn fertig ist die Aufenthaltskarte muss persönlich abgeholt werden, oder?






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Antwort #28 - 02.04.2021 um 15:44:57
 
quan2708 schrieb am 02.04.2021 um 14:39:50:
Kann die Aufenthaltskarte bearbeitet werden, wenn Mein Frau nicht hier ist?

Ja, kann sie.
Ständige Anwesenheit am Wohnort ist nirgendwo gefordert.

quan2708 schrieb am 02.04.2021 um 14:39:50:
Sie sollte in diese fall abgemeldet von Einwohnermeldeamt sein, oder nicht?

Um Himmels Willen! NEIN!

Man meldet sich an, wenn man auf Dauer an dem Ort wohnen will.
Man meldet sich ab, wenn man das dort nicht mehr will.

Wenn man Reisen irgendwohin macht, ohne dabei seinen Lebensmittelpunkt aufzugeben, dann meldet man sich selbstverständlich *nicht* ab.
Tut man es doch, bringt man alle Behörden zur Auffassung "Der wohnt jetzt woanders".

quan2708 schrieb am 02.04.2021 um 14:39:50:
Wenn fertig ist die Aufenthaltskarte muss persönlich abgeholt werden, oder?

Das sollte analog zu einem eAT, also z.B. einer Aufenthaltserlaubnis in Kartenform, laufen. Abholung wäre dann durch Bevollmächtigten möglich.


Wenn Deine Frau aus persönlichen Gründen nach ROU will - kein Thema.
Vielleicht nicht jedermanns Sache, solange man die Aufenthaltskarte nicht in der Tasche hat und vielleicht gibt es auch einige Gespräche mehr an den Grenzen bzw. beim Check in.

Aber es gibt NULL Anlass aus rechtlichen Überlegungen für eine solche Reise.
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