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Einreisevisa für entwicklungspolitische Referenten aus Nigeria erstreiten (Gelesen: 9.227 mal)
sarembeti
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Antwort #45 - 05.09.2017 um 17:40:27
 
Zitat:
Daß dadurch ein ganzes Kulturzentrum mit seinen Bewohnern und eine Familie, der es bisher finanziell gut ging, in den Ruin gestürtzt wird, und jahrelange entwicklungspolitische Aufbauarbeit futsch ist, geht denen doch "am Allerwertesten vorbei"...


Das ist für mich ein klassisches Eigentor!
Wenn die Arbeit im Ausland und deren Einnahmen wegfallen (die dann per Cash mit Western Union von Dt. nach Nigeria gesandt werden), stürzt man in den Ruin.

Damit liefert man der AV doch genau Begründung, warum an der Rückkehrbereitschaft gezweifelt wird -> keine regelmäßigen sicheren Einnahmen in Nigeria!

Das ist auch ziemlich zynisch jetzt davon zu reden, dass man ohne das Visum in den finanziellen Ruin geht, aber im Ausgangsbeitrag vom TE geschrieben wurde:

Zitat:
Es liegt schon allerhand vor (Grundstück, Geld) usw


Die TE dreht sich die Story so, wie es Ihr passt.
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« Zuletzt geändert: 05.09.2017 um 17:58:26 von sarembeti »  
 
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sarembeti
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Antwort #46 - 05.09.2017 um 17:43:12
 
Zitat:


Für mich sieht das nach einem kommerziellen Betrieb aus. Kunden aus Deutschland können hier individuell Events und Workshops buchen.

Ich wiederhole mich. Das fällt nicht in die Rubrik Festspiele, Musik-, Kulturtag oder Gastspiele des §22 BeschV.

Das ist in meinen Augen keine "entwicklungspolitische Referenten" (so steht es im Titel vom Thread), sondern eine Drittstaatlerin, die über kommerzielles kulturelles Angebot in Deutschland Valuta verdienen möchte.


Zitat:
Die Ausländerbehörde kam ins Spiel, weil ich sie um Hilfe gebeten habe.Sie haben die Entscheidung auch nicht nachvollziehen können. Möglichkeiten zur Einflussnahme in Form von Empfehlungen oder auch Bitte um Akteneinsicht haben sie nur dann, wenn die Botschaft sie im Zuge der Visaerteilung kontaktieren. Wenn die Visa in einer Art Vorentscheidung bereits abgelehnt sind, werden sie nicht kontaktiert, haben möglicherweise kein Aktenzeichen als Referenz und keine Möglichkeiten der Beratung oder Einflussnahme. So wurde mir das in etwa erklärt.


Das Stichwort heisst hier erklärt. Das klingt für mich so, als ob hier jmd., der dafür gar nicht zuständig ist, eine persönliche mündliche Meinung abgegeben hat.
Das ist natürlich nichts Wert - und hilft Ihrer Argumentation keinen Schritt weiter.

Wenn die Ausländerbehörde den Antragsstellern eine Vorabzustimmung für ein Nationales Visum (Arbeitsvisum) ausgestellt hätte, sehe es viell wesentlich besser aus.
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« Zuletzt geändert: 05.09.2017 um 17:54:08 von sarembeti »  
 
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sarembeti
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Antwort #47 - 05.09.2017 um 18:05:53
 
Zitat:
Ich glaube, im Grunde geht es um darum, wie sich eine Verwurzelung im Heimatland zum Beleg der Rückreisewilligkeit am besten nachweisen lässt.


Selbst wenn der Kunstgriff gelingt und man die Rückkehrbereitschaft nachweisen kann, dann kann die AV immer noch das Visum ablehnen, weil es das falsche Visum ist.

Zitat:
Dokumente über die gesellschaftliche Verwurzelung der Familie Omoniyi:

  Bestätigungen der Teilnahme des JCC am Entsendungsprogramm
  für Jugendliche "Weltwärts" der Bundesregierung.

  Bilder vom Kulturbetrieb im JCC und den Schulveranstaltungen
  in Deutschland


Beim Thema gesellschaftliche Verwurzelung geht es doch eigentlich darum, die Verwurzelung in der Heimat nachzuweisen.
Was nützt da eine Referenz von einer Veranstaltung in Deutschland?
Bei Weltwärts geht es doch darum, dass Deutsche ins Ausland gehen (oder nicht)? Was hat das mit Verwurzelung zu tun?
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Osun Seyi
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Antwort #48 - 06.09.2017 um 07:49:51
 
sarembeti schrieb am 05.09.2017 um 17:43:12:
Das ist in meinen Augen keine "entwicklungspolitische Referenten" (so steht es im Titel vom Thread), sondern eine Drittstaatlerin, die über kommerzielles kulturelles Angebot in Deutschland Valuta verdienen möchte.


Wir brauchen auf dieser Ebene aber nicht diskutieren.
Wenn mir hier unterstellt wird, ich würde mir einen "zurechtflunkern", kann ich mir jedes weitere Wort sparen.

1. Werden wir von verschiedenen Stiftungen für entwicklungspolitische Arbeit gefördert.
   Geht mal einfach davon aus, daß die ihr Geld nicht verschenken.
   Und ja, wir bekommen jeden Monat etw 170 € durch Spenden zusammen.

2. Die ausgezahlten Honorare entsprechen pro geleisteten Schultag etwa 120 €
   (pro erwachsenen Referenten, nicht die Kinder),
   die nach Nigeria transferierten Leistungen umgerechnet auf's Jahr etwa 250 - 300 € im Monat.
   Ein Lehrer verdient in Nigeria am Tag etwa 10 €, von 50 € im Monat kann man leben.
   Es handelt sich um eine Familie mit drei Kindern.

3. Der Einladende (das bin ich) hat z.Zt. 3500 € Schulden auf dem Konto, zur Zeit würden
   wir gerne für 1300 € ein neues Dach spendieren, das Wellblech ist löcherig.
   Da hast Du also den Beweis: Natürlich wollen die nach Deutschland, daß sie
   gerne beides wollen, nämlich in Nigeria leben und ein dichtes Dach passt
   ja schon rein erfahrungsgemäss nicht.

4. Man kann von dem Standpunkt aus, daß Menschen aus Nigeria entweder zu reich sind,
   und es daher ein Frevel darstellt, hier auch noch mehr einsacken zu wollen, oder aber
   zu arm sind, dann ist die Rückkehrbereitschaft in Frage zu stellen, nicht argumentieren:
   Dann kann im Ergebnis keiner kommen. Dieser Standpunkt ist aber leider ein sehr häufiger,
   der meist verklausuliert wird. Da sagen dann Leute: "Die sind doch gut versorgt, warum
   bist Du so blöd, und verschuldest dich noch" usw...
   Wer das sagt, kann gerne in der Hauptsache Reis mit Soße essen, das ist dort normal.
   Wer ein Auto hat, ist ein König. Unsere Antragsteller haben ein Auto.

5. Touristvisa sind für den Rahmen unserer Veranstaltungen die richtigen, das haben
   wir vielfach festgestellt. Die Ausländerbehörde sieht das so, seit 1985 auch das Konsulat
   in Lagos, es gibt irgendwo eine Liste der möglichen Nachweise, die zu erbringen sind, dazu
   gehören ausdrücklich Verträge für gebuchte Veranstaltungen. Leider habe ich das auf die
   schnelle nicht googeln können. Auf der nigerianischen Webseite des AA ist eine Checkliste
   für Musiker unter "Short Term Visa" zu finden. Ich bin es müde, daß auf diesem Thema in der
   Form herumgeritten wird "was wollen die eigentlich". Das ist schade, weil mir im Grunde
   indirekt Beschiss vorgeworfen wird, und es nicht angenehm ist, hier um Hilfe zu fragen, wenn
   einem von vorneweg nicht geglaubt wird. Das betrifft in keiner Weise alle Threads hier, ist
   aber nicht schön. Der Vorwurf, wir wären nur Geldgeil und hätten mit Entwicklungspolitik
   nichts zu tun, ist aber der Gipfel.
   Wen's interessiert: unsere entwicklungspolitischen Schulprogramme unter "Gesamtprogramm"

sarembeti schrieb am 05.09.2017 um 17:40:27:
Das ist auch ziemlich zynisch jetzt davon zu reden, dass man ohne das Visum in den finanziellen Ruin geht, aber im Ausgangsbeitrag vom TE geschrieben wurde:

Zitat:
Es liegt schon allerhand vor (Grundstück, Geld) usw
Die TE dreht sich die Story so, wie es Ihr passt.


Nein, durchaus nicht. Es liegt allerhand vor: Haus, Grundstück, genug Geld um anstständig leben zu können. Alles aus entwicklugspolitischer Bildungsarbeit und Spenden. Nicht gelogen, nicht übertrieben, nicht herbeidiskutiert. Das "J.C.C." ist Südpartner im entwicklungspolitischen Entsendungsprogramm "Weltwärts" der Bundesregierung, unser Verein Nordpartner.
Ohne Visa sind wir auf schlecht deutsch angeschissen.

Ohne die Funktionen als Kulturleistende in Osogbo, und als Leiter des Zentrums würden sie das Geld nicht bekommen und auch nicht eingeladen werden. Schlussendlich würde es unseren Verein gar nicht geben. Die Tourneen gibt es seit 1985, das Zentrum und der Lebensunterhalt finanziert sich ausschliesslich darüber, und aus den Spenden. Der Verein ist in diesem Zusammenhang gegründet worden. Es geht im Kern um den Erhalt der traditionellen Musik, Tänze, Kultur allgemein Westfafrikas, das J.C.C. ist ein Kulturzentrum mit regelmässigen Events und einer Veranstaltungshalle. Wir sind Schüler vom Gründer des Zentrums, und machen hier auch selber Konzerte und Workshops. Die Tourneeorganisation ist ein wesentlicher Bestandteil diese Engagements, bereichert hat sich -trotz der in's Spiel gebrachten Summen- keiner. In Afrika anständig leben zu können, ist ja kein Makel.

@Aras
Wir müssen erreichen, daß (wie in der Vergangenheit auch) unsere regelmässigen Zuwendungen (wir sind übrigens ein Förderverein, Satzung im Anhang) anstelle eines Einkommens in Nigeria als Nachweis der finanziellen Verwurzelung (also anstatt eines Lohnstreifens) akzepziert wird.

Anhang: Vereinssatzung
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« Zuletzt geändert: 06.09.2017 um 08:22:04 von Osun Seyi »  

VereinsSatzung.pdf (75 KB | 52 )
 
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Antwort #49 - 06.09.2017 um 08:33:00
 
sarembeti schrieb am 05.09.2017 um 18:05:53:
Selbst wenn der Kunstgriff gelingt und man die Rückkehrbereitschaft nachweisen kann, dann kann die AV immer noch das Visum ablehnen, weil es das falsche Visum ist.


Bitte entschuldigen Sie meine etwas harschen Worte.

Zu dem oben gesagten muss ich aber beifügen, daß es genau so in der Vergangenheit gewesen ist.

Das will ja nichts besagen, aber wenn eine Gruppe seit Jahren regelmässig kommt, mit Touristvisa (nicht verboten), Geld verdient (dito), davon in Nigeria klarkommt, ist das schließlich erstmal  ganz normal, und kein Kunstgriff.

Bitte sagen Sie jetzt nicht, daß wäre mit Touristvisa unmöglich, das stimmt ganz einfach sachlich nicht, tut mir leid.

Es geht darum, daß jetzt aber der Vater verstorben ist, die Latte allgemein wegen der Wirtschaftskriese in Nigeria und der vielen Flüchlinge von dort höher gehängt ist.

In Abwägung haben sie sich dagegen entschieden, was Angesichts der Tatsache, daß die Ehefrau schon 5x hier war, eventuell eine grenzwertige Entscheidung ist (kann ich aber nicht wirklich beurteilen).

Argumentativ akzepiert die Botschaft ganz einfach unsere Zahlungen nicht mehr, was sie vorher aber getan hat. Genau darum geht es, alles andere führt m.E. an der Sache vorbei.
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deerhunter
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Antwort #50 - 06.09.2017 um 09:07:26
 
Osun Seyi schrieb am 06.09.2017 um 07:49:51:
@Aras
Wir müssen erreichen, daß (wie in der Vergangenheit auch) unsere regelmässigen Zuwendungen (wir sind übrigens ein Förderverein, Satzung im Anhang) anstelle eines Einkommens in Nigeria als Nachweis der finanziellen Verwurzelung (also anstatt eines Lohnstreifens) akzepziert wird.


Das wird aber nicht funktionieren!

Osun Seyi schrieb am 06.09.2017 um 08:33:00:
Zu dem oben gesagten muss ich aber beifügen, daß es genau so in der Vergangenheit gewesen ist.


Das muss aber nicht richtig gewesen sein! Nun scheint man anders zu entscheiden und das erscheint mir gesetzlich richtig und plausibel.

Osun Seyi schrieb am 06.09.2017 um 08:33:00:
Bitte sagen Sie jetzt nicht, daß wäre mit Touristvisa unmöglich, das stimmt ganz einfach sachlich nicht, tut mir leid.


Doch ist es. Das mag 1x oder 2x funktionieren und auch möglich sein. Wenn aber der dauernde LU durch solche jährlichen Reisen sichergestellt wird, ist das nicht im Sinne der Gesetze! Auch wenn du das nicht hören willst, ist es meiner Meinung nach völlig richtig entschieden! Ihr könnt ja klagen, mit dem vollen Risiko wenn ihr damit nicht einverstanden seid!

Osun Seyi schrieb am 06.09.2017 um 08:33:00:
Es geht darum, daß jetzt aber der Vater verstorben ist, die Latte allgemein wegen der Wirtschaftskriese in Nigeria und der vielen Flüchlinge von dort höher gehängt ist.


Auch das ist normal! Regeln verschieben sich immer mal wieder!

Osun Seyi schrieb am 06.09.2017 um 08:33:00:
Argumentativ akzepiert die Botschaft ganz einfach unsere Zahlungen nicht mehr, was sie vorher aber getan hat. Genau darum geht es, alles andere führt m.E. an der Sache vorbei.


Und das ist auch richtig so! Mit ihren Argumenten könnte jeder Deutsche, der eine ausländische Freundin hat und diese finanziell unterstützt ebenfalls auf ein Schengenvisum drängen! Solche Zahlungen zählen nicht als Nachweis für wirtschaftliche Verwurzelung im Heimatland-
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Antwort #51 - 06.09.2017 um 10:38:47
 
deerhunter schrieb am 06.09.2017 um 09:07:26:
Und das ist auch richtig so! Mit ihren Argumenten könnte jeder Deutsche, der eine ausländische Freundin hat und diese finanziell unterstützt ebenfalls auf ein Schengenvisum drängen! Solche Zahlungen zählen nicht als Nachweis für wirtschaftliche Verwurzelung im Heimatland-



Genau das ist es! Solche Zahlungen belegen geradezu dass eine wirtschaftliche Verwurzelung im Heimatland nicht existiert, man quasi ohne diese vor dem (Zitat): "Ruin" steht.


Also die Botschaft war mit den vergangenen Visas euch gegenüber sehr wohlwollend obwohl die rechtliche Grundlange fehlte. Die aktuellen Entscheider wollen das aber nun nicht mehr verantworten. Natürlich liegt das daran dass der gesellschaftliche und politische Druck, ungewollte potentielle Migration einzuschränken binnen 2 Jahren sich stark erhöht hat.


Also alles diskutieren bringt doch da nichts, da die Situation doch wie von euch gesagt die Existenz der Stiftung in Frage stellt, entweder dagegen rechtlich vorgehen oder aufgeben.

Oder die Leute sollten sich in Nigeria endlich mal ein wirtschaftliches Standbein aufbauen, was soll das für eine Entwicklungsförderung sein, die aktuell nur dazu führt dass ein paar Familien sich Häuser und Autos kaufen und relativ gut leben, ohne dass das in irgendeiner Form Nachhaltig oder erweiterbar wäre. Das ist doch grober Unsinn.
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Antwort #52 - 06.09.2017 um 10:43:23
 
Ich rate dir einen Anwalt aufzusuchen. Hier im Forum explodieren grad paar Birnen, weil das für manche unvorstellbar ist.
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Antwort #53 - 06.09.2017 um 11:01:14
 
Osun Seyi schrieb am 06.09.2017 um 08:33:00:
Bitte sagen Sie jetzt nicht, daß wäre mit Touristvisa unmöglich, das stimmt ganz einfach sachlich nicht, tut mir leid.

Also für mich ist jemand, der mit einem Touristenvisum einreist ein Tourist.

Der schaut sich den Kölner Dom, Schloss Neuschwanstein, die Hamburger Philharmonie oder was weiß ich an, besucht die Altöttinger Passionsspiele, die Dresdner Gemäldegalerie oder sonstwas, aber er tritt nicht selbst bei irgendwelchen Veranstaltungen in Aktion und verdient damit Geld, denn das ist Arbeit/Beschäftigung.

Dafür dürfte ein Touristenvisum definitiv nicht das richtige Visum sein.
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Osun Seyi
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Antwort #54 - 06.09.2017 um 11:06:57
 
okatomy schrieb am 06.09.2017 um 10:38:47:
Oder die Leute sollten sich in Nigeria endlich mal ein wirtschaftliches Standbein aufbauen, was soll das für eine Entwicklungsförderung sein, die aktuell nur dazu führt dass ein paar Familien sich Häuser und Autos kaufen und relativ gut leben, ohne dass das in irgendeiner Form Nachhaltig oder erweiterbar wäre. Das ist doch grober Unsinn. 


deerhunter schrieb am 06.09.2017 um 09:07:26:
Und das ist auch richtig so! Mit ihren Argumenten könnte jeder Deutsche, der eine ausländische Freundin hat und diese finanziell unterstützt ebenfalls auf ein Schengenvisum drängen! Solche Zahlungen zählen nicht als Nachweis für wirtschaftliche Verwurzelung im Heimatland


Wir förden das Zentrum durch einen gemeinnützigen Verein, die Gemeinnützigkeit rechtfertigt sich aus dem öffentlichen Interesse. Die entwicklungspolitischen Schulveranstaltungen sind ein Teil dieser Arbeit.

Wenn jemand aus Deutschland in Amiland sein Geld verdient, und (weil er angenommen Muslim ist) jetzt unter Trump kein Visum mehr bekäme (stimmt natürlich nicht, ist nur konstruiert), würdest Du auch nicht sagen können, der soll sich erstmal zuhause ein Standbein aufbauen, ist besser für ihn.

Dieses Standbein der Tourneen ist eine "normale" Einkommensquelle, in der Praxis kann das über Touristvisa laufen, und die Spenden sind durch den ideellen Anspruch der Förderung der traditionellen Kultur Westafrikas legitimiert, und die Protagonisten in Nigeria sind durch ihre Tätigkeit im Zentrum legitimiert, davon zu leben.
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Antwort #55 - 06.09.2017 um 11:09:21
 
Ich halte das Touristen Visum schon für das richtige. Das machen andere Künstler, egal woher sie kommen, auch nicht anders, keiner ist da für seine Tournee mit einem Arbeitsvisum hier.

Afrikanische Künstler holen Ihr Schengen Visum aber  normalerweise von anderen Botschaften für Ihre Schengen Tourneen, die deutsche AVen sind da schon als recht restriktiv bekannt.

Wer tourt, ist doch Tourist, oder etwa nicht? Smiley

Das Problem hier ist doch dass sich wirtschaftliche Verwurzelung im Heimatland nicht mit Geldfluss aus Deutschland nachweisen lässt, egal ob man das jetzt umdeklariert als Honorar, Spenden, Entwicklungshilfe oder wie auch immer.

Und natürlich wäre es besser wenn die Leute da sich nicht wie (Zitat) "Könige" dort Autos kaufen, sondern sich wirtschaftlich verwurzeln, falls aus welchen Grunden auch immer die Tourneen nicht mehr zu den gewünschten Einnahmen führen, zu dieser Meinung stehe ich.
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« Zuletzt geändert: 06.09.2017 um 11:24:21 von okatomy »  
 
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Antwort #56 - 06.09.2017 um 11:18:28
 
Ps:
Aus einer der Mails von der Botschaft:
Zitat:
...da ich weiß, dass Ihnen an einer schnellen Entscheidung aus Gründen der Planungssicherheit sehr gelegen ist, teile ich Ihnen bereits vorab mit, dass das Prüfungsverfahren in den genannten Fällen abgeschlossen ist. Leider konnte in diesem Falle kein Visum erteilt werden, auch wenn das öffentliche Interesse am Reisezweckes durchaus anerkannt wird, haben die Zweifel an der Rückkehrwilligkeit überwogen.


Da ist von den o.G. Zweifeln keine Rede, Fakt ist aber, daß die von uns geleisteten Zahlungen nicht mehr anerkannt werden. Auch wenn Eure oben genannten Argumente durchaus nachvollziehbar sind, scheint es mir in die Richtung zu laufen.

Daß es das ungeeignete Visum sei, wird nirgendwo erwähnt.

okatomy schrieb am 06.09.2017 um 11:09:21:
Das Problem hier ist doch dass sich wirtschaftliche Verwurzelung im Heimatland nicht mit Geldfluss aus Deutschland nachweisen lässt, egal ob man das jetzt umdeklariert als Honorar, Spenden, Entwicklungshilfe oder wie auch immer.


Das könnte es genau sein, klar.
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Antwort #57 - 06.09.2017 um 11:39:46
 
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Hab das mal hochgeladen, damit überhaupt ein Eindruck möglich ist, was wir auf den "Tourneen" anbieten.
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Antwort #58 - 06.09.2017 um 13:18:03
 
Mein Ratschlag wäre Folgender:

Der Verein/Familie sollte vielleicht diese Veranstaltungen auch in Nigeria anbieten.
Sie haben ja selbst geschrieben, dass der König die Veranstaltungen empfiehlt und jedes Kind in Nigeria den Künstler kennt.
Dann würde die Familie Einnahmen in Nigeria erwirtschaften. Damit könnte auch das Loch geschlossen werden, welches sich jetzt durch eine weggebrochenen Einnahmen aus Deutschland ergibt.
Nach einem Jahr bewerben Sie sich erneut für ein Visum. Dann können Sie aber mit den Bescheinigungen des Einkommens in Nigeria (da sollte man sich vorher mal informieren, welche Nachweise die AV akzeptiert) die Verwurzelung glaubhaft machen.

Wenn dann noch - nach dem geplanten Deutschland-Aufenthalt - wichtige Tourneen in Nigeria anstehen, dann wird es erheblich einfacher werden, die Rückreisebereitschaft nachzuweisen.
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Antwort #59 - 06.09.2017 um 16:17:35
 
sarembeti schrieb am 06.09.2017 um 13:18:03:
Sie haben ja selbst geschrieben, dass der König die Veranstaltungen empfiehlt und jedes Kind in Nigeria den Künstler kennt.

In Nigeria gibt es keinen König.

Staatsform Bundesrepublik
Regierungssystem Präsidialsystem
Staatsoberhaupt, zugleich Regierungschef Präsident
Muhammadu Buhari
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