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Wie kann man eine Lösung finden?Bitte Hilfe! (Gelesen: 2.583 mal)
Serine
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i4a rocks!


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Zeige den Link zu diesem Beitrag Wie kann man eine Lösung finden?Bitte Hilfe!
24.08.2009 um 19:16:58
 
Hallo
Mein Mann hat  vor einem Jahr einen Flüchtling aus Irak kennengelernt.Er ist seit 7 Jahren in Deutschland und lebt in der Nachbarstadt.Er hat NE und ist selbstständig.Keine Straftaten.Er ist Moslem.Wir haben vor kurzem erfahren,dass er beim Asylantrag seinen Namen verheimlicht hat und einen anderen Namen angegeben hat,alles andere,was er angab, entsprach der Wahrheit.Er hat es uns sehr schwer zugegeben,obwohl wir sehr gute Freunde sind.

Das Problem war,dass er jahrelang ohen Grund von einer Gruppe in Irak verfolgt wurde und immer knapp dem Tod entkam.Aus großer Angst flüchtete er vom Norden Iraks nach Süden.Da er aber überall in Irak verfolgt wurde,hat er das Land verlassen .Trotzdem bekamm er  immer Drohungen in Deutschland,dass er,wo er immer sein wird,eines Tages Toter Mann ist.Deshalb war die Verheimlichung dringend notwendig für Ihn.

Aber das wird ihn jetzt zum Verhängnis,da er schon seit 5 Jahren eine Frau liebt und sie heiraten möchte,die auch hier lebt. Er kann es aber  nicht tun,da  er seine Geburtsurkunde und andere Unterlagen zeigen soll,wo es halt seinen richtigen Namen zu lesen ist.Er tut mir wirklich sehr leid.Wie kann man ihn helfen,gibt es da überhaupt Möglichkeiten,einen Anwalt? Ist das Risiko hoch,dass er trotz NE abgeschoben wird,da er seinen Namen getäuscht hat?Er hat natürlich nicht gut gemacht,aber es gibt sicherlich viele,die auch  Ihren Namen aus Todesangst nicht richtig angegeben haben.

Wie kann man das wieder gut machen?Mit seinem neuen Namen hat er ein Stück Sicherheit und Ruhe gefunden,es gab keine Drohungen,man hörte nichts mehr von der Gruppe.Aber er kann jetzt seine geliebte nicht heiraten?
Vielen Dank für Eure Hilfe
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« Zuletzt geändert: 24.08.2009 um 19:27:23 von Serine »  
 
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Serine
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Beziehung zum Thema Ausländerrecht: Ich bin selbst Ausländer/in
Staatsangehörigkeit: Armenien
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Antwort #1 - 25.08.2009 um 21:06:01
 
Hallo
Kann mir wirklich niemand hier helfen?
Man hat mir überall gesagt,dass ich es hier schreiben sollte,da hier viele ähnliches fragen.
danke
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fons
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Beziehung zum Thema Ausländerrecht: Ich oute mich später
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Antwort #2 - 25.08.2009 um 21:14:23
 
Ohne die Hosen runterzulassen wird das kaum gehn.
Und was ihm dann ggf. blühen kann ist eher Spekulation.

Änderung:
Und: bei solchen Sachen (wie Falschangaben) ist die Hilfs-
bereitschaft (verständlicherweise) nicht so sehr groß, wie
in anderen Fällen.

Letztlich sind das ja  -je nach Fall- Straftaten, die es nun
"hinzubiegen" gilt. Sowas untersützt man nicht sooo gern.
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« Zuletzt geändert: 25.08.2009 um 22:41:50 von N/V »  
 
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Serine
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Antwort #3 - 25.08.2009 um 22:58:35
 
Hallo Fons
Danke für die Antwort

Ich habe auch wie erwähnt gesagt,dass er sicherlich nicht gut gemacht hat ,aber er möchte es wieder gut machen und geradebiegen,wie du auch sagst.Nicht jeder ist zum Gegensatz der Person bereitwillig,darüber zu schreiben und zu äußern.

Was denkst du wieviele Asylbeantragte es gibt,die ähnliches Problem haben? Ich habe zumindest hier sehr viele ähnliche Fragen gelesen.
Gruß
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reinhard
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Antwort #4 - 26.08.2009 um 14:22:10
 
Es ist einfach sehr schwer zu beantworten, weil diese Frage tatsächlich kaum vorkommt.

Falsch Angaben zur Person im Asylverfahren gibt es häufiger – normalerweise machen das Flüchtlinge, weil sie sich schlechte Chancen ausrechnen und nach einer Ablehnung zumindest nicht abgeschoben werden können. Das kennst Du ja auch von Armeniern, die sagen dass sie aus Aserbaidschan / Russland kommen, bei denen Du aber schon hörst, dass sie aus Eriwan oder Gymri sind.

In Deinem Fall hat er einen falschen Namen gesagt, weil er sich von einer Organisation verfolgt fühlt, die auch in Deutschland Möglichkeiten zur Verfolgung hat. Wenn es so ist (und er es nachweisen oder mindestens glaubhaft machen kann), würde er ja auch unter richtigem Namen nicht abgeschoben werden können.

Mein Rat: Er sollte zu einem Rechtsanwalt / Rechtsanwältin gehen, die einen Schwerpunkt beim Asylrecht und Ausländerrecht hat (er kann Namen und Adressen bei einer Beratungsstelle vor Ort oder dem Flüchtlingsrat des Bundeslandes bekommen). Dann kann er gemeinsam mit RA:
• bei der ABH den richtigen Namen sagen und den Falschnamen begründen und danach beantragen, auf den richtigen Namen wieder eine neue AE zu bekommen;
• beim LKA seine Geschichte erzählen und um Einschätzung bitten, ob bei Angabe des richtigen Namens Gefahr besteht. Das LKA hat Möglichkeiten, bei einer "offiziellen" Namensänderung behilflich zu sein. Wenn die Verfolgung wirklich gefährlich ist, könnte er versuchen, seinen neuen Namen als offiziellen Namen behalten zu dürfen. Ist dann sehr kompliziert, aber bei einer wirklichen Lebensgefahr machbar.
• Er kann auch bei der ABH den richtigen Namen sagen und beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einen Asylfolgeantrag mit richtigen Namen und richtiger Verfolgungsgeschichte stellen. Bei einer Anerkennung würde vermutlich das Sammeln von Aufenthaltszeiten für eine neue NE von vorne beginnen.

Wichtig: Im Irak gibt es zur Zeit keine Regierung, die wirksam schützen will & kann. Es gibt eine gute Chance, zumindest die Ausreise / Abschiebung zu vermeiden. Die Chance, die AE (oder sogar NE) zu behalten, halte ich für gering und die Unterstützung einer guten Anwältin / Anwalts für dringend geraten.
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Serine
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Antwort #5 - 28.08.2009 um 11:01:55
 
Hallo reinhard
Vielen Dank für die Antwort
Asylangelegenheiten bezüglich Armenien kennen ich überhaupt nicht,da ich als DAAD(deutscher akademischer Austauschdienst ) hier gekommen bin. Ich war einer der Glücklichen,der dieses Programm in Armenien gewonnen hat.Was du sagst,könnte der Fall sein,da du eher Erfahrungen in Asylangelegenheiten hast.
was den Namen des Freundes betrifft,ist es einfach zu risikohoch beiderseits,sowohl für seinen Aufenthalt hier als auch für seine Verfolgung.Ich möchte gern wissen,ob es eine andere Möglichkiet zu heiraten,aber wie?
Danke
gruß
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reinhard
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Antwort #6 - 28.08.2009 um 14:24:39
 
Das Problem ist doch: Er lebt mit falschem Namen / falscher Identität. Damit besteht immer die Gefahr, dass irgendwann die richtige Identität rauskommt, oder zumindest wird klar, dass sein angegebener Name falsch sein muss.

Dann wird von den Behörden vermutlich alles "rückabgewickelt": Pass eingesammelt, Aufenthaltserlaubnis widerrufen, Heirat für ungültig erklärt und so weiter und so fort.

Natürlich könnte es sein, dass er irgendwo heiraten kann, z.B. Nord-Irak, und auch die nötigen Papiere bekommt.

Es gibt wirksame Schutzprogramme beim Landeskriminalamt, wenn er wirklich in Lebensgefahr ist und seine Verfolger in Deutschland operieren. Deshalb sollte er sich zumindest schnell (möglicherweise über einen Anwalt, um zunächst anonym zu bleiben) in seinem Bundesland danach erkundigen. Auch einen neuen Aswylantrag mit richtigem Namen sollte er so schnell wie möglich von einem Anwalt prüfen lassen.
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