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Ausländerrecht >> Ehe und Familie >> Niederlassung, Ehe, Zweckwechsel https://www.info4alien.de/cgi-bin/forum/YaBB.cgi?num=1784986709 Beitrag begonnen von Hrii am 25.07.2026 um 15:38:29 |
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Titel: Niederlassung, Ehe, Zweckwechsel Beitrag von Hrii am 25.07.2026 um 15:38:29
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin auf dieses Forum gestoßen und hoffe, dass Sie mir bei folgender Frage weiterhelfen können. Meine Ehefrau besitzt seit Anfang 2022 eine Aufenthaltserlaubnis nach § 38a AufenthG. Zunächst hat sie in Deutschland in demselben anerkannten Beruf gearbeitet, den sie bereits zuvor in einem anderen EU-Mitgliedstaat ausgeübt hatte. Anschließend begann sie hier eine Ausbildung. Seit deren erfolgreichem Abschluss arbeitet sie nun seit 16 Monaten als Fachkraft in ihrem erlernten Beruf. Meine erste Frage lautet: Wird für die Erteilung einer Niederlassungserlaubnis nach § 9 AufenthG die Zeit der Ausbildung nur zur Hälfte angerechnet, obwohl sie während der gesamten Zeit im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis nach § 38a war? Falls dies der Fall ist, könnte sie die Niederlassungserlaubnis nicht bereits im Januar 2027, sondern erst etwa Mitte 2028 erhalten. Das Problem dabei ist, dass die Aufenthaltserlaubnis nach § 38a nicht unbegrenzt verlängert werden kann – insbesondere dann nicht, wenn kein Aufenthaltsrecht mehr in dem EU-Mitgliedstaat besteht, der den ursprünglichen Aufenthaltstitel erteilt hat. Alternativ könnte sie auf eine Aufenthaltserlaubnis nach § 18a oder nach § 28 AufenthG wechseln. Ich habe seit einigen Monaten auch die deutsche Staatsangehörigkeit. Wir haben Ende 2022 in Deutschland nach deutschem Recht geheiratet, sodass die erforderlichen Unterlagen vorhanden sein sollten. Geplant war, den Wechsel noch vor Ablauf ihrer aktuellen Aufenthaltserlaubnis Anfang April nächsten Jahres zu beantragen. Was würden Sie in unserer Situation empfehlen? Gibt es eventuell noch eine andere Möglichkeit, eine Niederlassungserlaubnis zu erhalten, beispielsweise nach § 18c AufenthG, obwohl sie bisher keine Aufenthaltserlaubnis nach § 18a hatte, jedoch bereits seit längerer Zeit in ihrem erlernten Beruf als Fachkraft beschäftigt ist? Vielen Dank im Voraus für Ihre Einschätzung. Mit freundlichen Grüßen |
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Titel: Re: Niederlassung, Ehe, Zweckwechsel Beitrag von reinhard am 25.07.2026 um 16:00:04
Sie sollte eine AE nach § 18a und eine AE nach § 28 beantragen. Bei beiden ist der Weg zur Niederlassungserlaubnis und zur Einbürgerung da, teils sogar vorzeitig. Was auf der Karte steht (da gibt es nur einen Zweck), ist egal. Und wenn sie die Arbeit verliert oder Ihr Euch trennt, behält sie einen Aufenthaltstitel.
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Titel: Re: Niederlassung, Ehe, Zweckwechsel Beitrag von Hrii am 25.07.2026 um 22:24:40
Das bedeutet also, dass es grundsätzlich möglich ist, beide Aufenthaltstitel parallel zu erhalten. Aber was steht dann auf der Aufenthaltserlaubnis (dem Aufenthaltstitel)? Welcher Titel wird dort eingetragen? Und wird die Zeit, die sie mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 38a verbracht hat, für die Niederlassungserlaubnis nach § 9 angerechnet?
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Titel: Re: Niederlassung, Ehe, Zweckwechsel Beitrag von reinhard am 29.07.2026 um 10:48:06
Auf der Karte steht nur ein Zweck. Sie kann beide haben und dann würfeln, was auf der Karte stehen soll. Auf die NE wird alles angerechnet.
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