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Ausländerrecht >> Ehe und Familie >> Non-EU-Studentin kurz vor der Entbindung
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Beitrag begonnen von michas am 06.05.2025 um 10:21:51

Titel: Non-EU-Studentin kurz vor der Entbindung
Beitrag von michas am 06.05.2025 um 10:21:51
Guten Morgen,
persönlich bin ich nur mittelbar betroffen, diese Mieterin bewohnt mit anderen StudentInnen mein Haus mit nur WGs.
Eine junge Mutti mit Neugeborenem bringt da etwas in die Hausgemeinschaft, was zu Konflikten führen würde; eine ihrer Mitbewohnerinnen hat gestern, als sie von der Schwangerschaft erfuhr direkt gesagt, dass sie dann hier nicht weiter wohnen wird, weil sie Ruhe für ihr eigenes Studium braucht.

Nun meine Fragen:
Sie und ihr Ehemann stammen aus einem asiatischen Nicht-EU-Schwellenland.
Er arbeitet in Middleeast, verdient dort aber nicht genug, um sie zu unterstützen; sie selbst hat Mutterschaftsgeld bekommen; wie sie ihr Studium, ihre Miete bisher finanziert hat? Ich weiß es nicht. Bis jetzt gab es keine Mietausfälle.

Ich habe ihr angeboten, sie vorübergehend in meinem eigenen Haus aufzunehmen, um einen Exodus meiner MieterInnen zu verhindern. Denn die Absicht zu kündigen, was die eine Mitbewohnerin mir offen gesagt hat, könnte die anderen auch bekommen.

Sie sagt mir heute, dass sie im 3. Semester eines Bachelor Studiums ist, also noch 2 Jahre Studium vor sich hat.

Sie sagt weiter, dass sie ein anderes als ein Studenten-Visum haben möchte, weil ihr das zu unsicher sei.
(Was daran unsicher ist, weiß ich nicht)

Insgesamt würde sie gerne dauerhaft hier in DE bleiben und auch ihr Ehemann plant hierher überzusiedeln.
Sie beherrscht Deutsch auf B1-Niveau, er kann kein Deutsch.

Ich schreibe hier, weil

ich ihr gerne helfen möchte, ihre Situation abzusichern, so dass sie und ihr Baby einen guten Start ins gemeinsame Leben haben.

mir im Lauf der letzten 2 Stunden klar wurde, dass es nicht möglich ist, sie hier bei mir zuhause aufzunehmen; ich habe selbst 3 minderjährige Kinder mit 2 verschiedenen Müttern, das würde mir statt ein großes finanzielles Problem durch Mietausfall der ausziehenden Mitbewohner ein noch größeres Problem schaffen, mit meinen Kindern, für meine Kinder.

Titel: Re: Non-EU-Studentin kurz vor der Entbindung
Beitrag von reinhard am 06.05.2025 um 10:59:45
Das lässt sich so überhaupt nicht sagen.

Die Betroffene selbst scheint den Unterschied zwischen einem Visum und einer Aufenthaltserlaubnis nicht zu kennen, denn ein neues Visum bekommt man nur, wenn man zuvor ausreist und einen entsprechenden Antrag bei der deutschen Botschaft im Herkunftsland stellt. Sie meint vermutlich, dass sie eine andere Aufenthaltserlaubnis haben möchte.

Dazu ist es sinnvoll, wenn sie im »International Office« ihrer eigenen Universität einen Beratungstermin vereinbart. Die können ihr sagen, ob sie helfen können oder sie lieber eine örtliche Migrationsberatung aufsuchen soll.
Vermutlich hat sie jetzt eine Aufenthaltserlaubnis als Studentin und muss ihren Lebensunterhalt selbst sichern. Als Schwangere ist es schwerer, gleichzeitig zu studieren und zu arbeiten. Andere Aufenthaltstitel sind oft genauso schwer zu bekommen, da fast alle die Sicherung des Lebensunterhalts voraussetzen. Allerdings gibt es an ihrer Uni entsprechende Erfahrungen in der Beratung - sie ist bestimmt nicht die erste Studentin, die schwanger wird.

Ob ihr Mann einreisen kann, wissen wir auch nicht. Je nach Qualifikation benötigt er zunächst eine Anerkennung, dass diese Qualifikation einer Ausbildung oder Studium in Deutschland gleichwertig ist. Und er benötigt je nach Beruf Deutschkenntnisse. Solch ein Verfahren kann ein oder zwei Jahre dauern.

Titel: Re: Non-EU-Studentin kurz vor der Entbindung
Beitrag von michas am 06.05.2025 um 11:40:15
Ihr Mann hat kein Studium absolviert, sie schreibt er ist "undergrad", arbeitet im Vertrieb, geht bereits auf die 40 zu und hat auch keine Absicht zu studieren.

Mit dem International Office hatte sie noch nicht gesprochen, nur mit dem Department Head (was auch immer das ist)

Titel: Re: Non-EU-Studentin kurz vor der Entbindung
Beitrag von Aras am 06.05.2025 um 12:24:33
Undergraduate bedeutet eigentlich dass man einen akademischen Abschluss hat. Also Bachelor, Lizenziat und so.

Als sie in die WG einzog musste sie doch ihre Einkommenssituation dir erklären? Also ob sie von Unterhalt durch ihren Ehemann lebt oder eben ein Sperrkonto hat.

Gibts kein Sozialreferat beim AStA?

Wenn du sie bei dir Einziehen lässt, würde ich ja raten befristete Mietverträge abzuschließen.

Die Informationslage ist dünn. Ich würd empfehlen, dass sie sich selber anmeldet und ihre Fragen stellt.

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