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Ausländerrecht >> Sonstiges zum Thema Ausländerrecht >> Auswandern von Mexiko nach Deutschland
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Beitrag begonnen von Gizella am 07.01.2007 um 18:46:50

Titel: Auswandern von Mexiko nach Deutschland
Beitrag von Gizella am 07.01.2007 um 18:46:50
Hallo,

ein Freund von mir möchte von Mexiko hierher nach Deutschland auswandern. Ich kenne mich damit  leider nicht aus, daher meine Fragen: Wie geht man am besten vor?
Was ist zu beachten?
Welche Schritte sind notwendig?

Für eure Antworten wäre ich sehr dankbar  :)

Gruss
Gizella

Titel: Re: Auswandern von Mexiko nach Deutschland
Beitrag von fons am 07.01.2007 um 18:51:22
Da haste aber ein total falsches Forum erwischt  ;)
Hab's mal hierher verschoben ...

Titel: Re: Auswandern von Mexiko nach Deutschland
Beitrag von proll am 07.01.2007 um 18:52:26
Im Wesentlichen kommt es auf den Aufenthaltszweck im Bundesgebiet an.

Er muss bei der Deutschen Botschaft in Mexiko einen Visaantrag stellen.

Proll

Titel: Re: Auswandern von Mexiko nach Deutschland
Beitrag von Gizella am 08.01.2007 um 11:56:00
Fragen über Fragen


Er möchte hier arbeiten, hat aber  bisher leider noch keine Jobangebote erhalten. Wie ist es in diesem FAlle mit dem Visum?
Muss er dennoch in Mexiko bei der Deutschen Botschaft einen Visaantrag stellen?
Muss dieses Visum dann ein Arbeitsvisum sein? (trotz dass er hier noch keine Arbeit hat?)

Was sind die nächsten Schritte, die man unternehmen muss?


Wie ist die Lage, wenn er hier eine Arbeit dann findet?

Vielen DAnk für eure Antworten

Gizella





Titel: Re: Auswandern von Mexiko nach Deutschland
Beitrag von maki am 08.01.2007 um 12:06:41
Vereinfacht ausgedrückt braucht dein Freund einen "rechtlichen Grund" (Aufenthaltszweck) um nach D kommen zu können.
FZF wäre ein möglicher Grund, oder aber er hat ganz besondere Qualifikationen und eine Firma die ihn in D anstellen möchte.
Ansonsten siehts eher schlecht aus, da D seit mitte der 70'er jahre eigentlich keine Arbeiter aus dem Ausland mehr aufnimmt.

Titel: Re: Auswandern von Mexiko nach Deutschland
Beitrag von proll am 08.01.2007 um 12:50:01
Einwanderung zur Arbeitsaufnahme gelingt nur in sehr wenigen Fällen: grob gesagt muss man eine herausragende Position in einem Unetrnehmen haben oder ein besondere Qualifikation besitzen.
In beiden Fällen muss der Arbeitsplatz aber schon klar sein.

Zur Arbeitssuche wird er sicherlich kein Visum bekommen.

Proll

Titel: Re: Auswandern von Mexiko nach Deutschland
Beitrag von inge am 08.01.2007 um 13:05:20
Wobei ein Visum für die Einreise nicht benötigt wird, wenn er Mexikaner ist, da er für Kurzaufenthalte kein Visum braucht. Und da es kein Visum zur "Arbeitssuche" gibt, könnte er so eines eh' nicht beantragen.
Hilft ihm allerdings nicht wirklich.

Es gilt das von Maki gesagte: "Arbeits-Immigration" ist praktisch nur für hochqualifizierte Spezialisten möglich, oder wenn ein besonderer Bedarf bestehen sollte. Bei immer noch knapp 4 Mio. Arbeitslosen und aufgrund der Tatsache, dass es sicherlich auch diverse Neu-EUlen gibt, die hier gerne arbeiten würden, stehen die Chancen für Mexikaner wohl eher schlecht.

Titel: Re: Auswandern von Mexiko nach Deutschland
Beitrag von proll am 08.01.2007 um 13:43:53


inge schrieb am 08.01.2007 um 13:05:20:
Wobei ein Visum für die Einreise nicht benötigt wird, wenn er Mexikaner ist, da er für Kurzaufenthalte kein Visum braucht.


Sorry Inge,

das war nicht Frage des Ausgangsposting und deshalb evtl. für den Fragenden missverständlich.

Die Frage war eine Immigration. Diese ist immer visapflichtig.
Es war nicht nach einem visafreien Touristenaufenthalt gefragt. Und wenn der visafreie Touri Aufenthalt genutzt wird, um später hier erwerbstätig zu werden, fangen die Probleme wieder an mit Ausreise, keine Einsicht, freiwillig auszureisen, da man doch sowieso keinem auf der Tasche läge, etc.

Aber auch eine visafreie Tourieinreise, mit dem jetztigen Wissen -nämlich einen Daueraufenthalt zu begründen- wäre illegal, weil es keine Touri-reise mehr ist.

Deshalb bitte keine -falschen- Ratschläge geben, die außerhalb des Postings stehen. Das macht's den ABH's wieder schwer, die Gesetze einzuhalten und stößt bei Ausländern wieder auf Unverständnis.

Proll

Titel: Re: Auswandern von Mexiko nach Deutschland
Beitrag von inge am 08.01.2007 um 13:56:56
Wenn schon, denn schon:

Zitat:
Zur Arbeitssuche wird er sicherlich kein Visum bekommen

Logisch, denn ein solches gibt es ja nicht.
Ein Visum zur Arbeitsaufnahme wird nicht erteilt, solange kein Job/Angebot und ggfs Arbeitsgenehmigung vorliegt.

Wenn du selbst schon Arbeitssuche ansprichst, dann dürfte auch klar sein, dass hierfür ohne Visum eingereist werden DÜRFTE und grundsätzlich müsste nur der Daueraufenthalt durch Visum von der deutschen Botschaft in Mexiko (und der zuständigen ABH) erlaubt werden.

@Gizella
Um das Ausgangspost möglichst kurz zu beantworten:
GEHT NICHT (aka "Du kommst hier net nei!")

(Millionen von Ausländern stehen Gewehr bei Fuss um in der EU zu arbeiten. Und da gibt es praktisch kaum eine legale Möglichkeit, bei der die Chancen besser als im unteren Promille-Bereich liegen!)

Titel: Re: Auswandern von Mexiko nach Deutschland
Beitrag von proll am 08.01.2007 um 14:22:18

inge schrieb am 08.01.2007 um 13:56:56:
@Gizella
Um das Ausgangspost möglichst kurz zu beantworten:
GEHT NICHT (aka "Du kommst hier net nei!")


das ist kurz und verständlich !  ;)

Proll

Titel: Re: Auswandern von Mexiko nach Deutschland
Beitrag von KAJA am 08.01.2007 um 15:07:48

Gizella schrieb am 08.01.2007 um 11:56:00:
Wie ist die Lage, wenn er hier eine Arbeit dann findet?

Hallo Gizella,

hat Dein Bekannter studiert??? Für eine Hilfstätigkeit wird er kein Arbeitsvisum erhalten, aber wenn er studiert hat, und in dem Bereich hier in Deutschland ein Arbeitskräftemangel herrscht, besteht sehr wohl die Möglichkeit, daß er ein Arbeitsvisum bekommt.

In dem Fall muß er erstmal einen Arbeitgeber finden, der ihn einstellt, dann kann er mit seinem Arbeitsvertrag und den anderen erforderlichen Unterlagen bei der Botschaft sein Visum beantragen (welche ausländischen Abschlüsse in D anerkannt werden, weiß ich nicht).

Die Botschaft schreibt die zuständigen ABH an, ob der Visaerteilung zugestimmt werden kann. Diese fragt dann bei der zuständigen Agentur für Arbeit nach, ob aus arbeitsmarktlicher Sicht Bedenken bestehen. d.h., ob bevorrechtigte Arbeitnehmer für die Tätigkeit zur Verfügung stehen. Wenn das nicht der Fall ist, erfolgt eine Zustimmung zur Beschäftigung an die ABH, und wenn keine anderen Gründe gegen die Visaerteilung sprechen, wird das Arbeitsvisum erteilt.

Hört sich vielleicht alles ziemlich einfach an, ist es aber - wie die anderen schon sagten - bei der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland nicht. Aber es ist auch nicht unmöglich!

Gruß Kaja



Titel: Re: Auswandern von Mexiko nach Deutschland
Beitrag von Ulf am 10.01.2007 um 14:30:05

Gizella schrieb am 08.01.2007 um 11:56:00:
Er möchte hier arbeiten, hat aber  bisher leider noch keine Jobangebote erhalten.


Er möge es in Spanien versuchen. Legal, mit Arbeitsvisum.

Gruß, ULF

Titel: Re: Auswandern von Mexiko nach Deutschland
Beitrag von proll am 10.01.2007 um 15:07:25

ulf schrieb am 10.01.2007 um 14:30:05:
Er möge es in Spanien versuchen. Legal, mit Arbeitsvisum.


hallo Ulf,

wieso bringst du jetzt Spanien ins Spiel ? Weil dort die gleiche Sprache gesprochen wird ?

Da ist aber weder nach gefragt worden, noch dürften sich wegen Schengenland grundlegend andere verfahrensweisen ergeben !

Das halte ich für unsinnig !

Proll

Titel: Re: Auswandern von Mexiko nach Deutschland
Beitrag von inge am 10.01.2007 um 15:11:51

Zitat:
Weil dort die gleiche Sprache gesprochen wird ?

Immerhin erleichtert das Sprechen der Landessprache üblicherweise die Arbeitssuche ... ein MaschBauIng ist in einem mittelständischen dt. Unternehmen zB i.A. nicht sehr hilfreich wenn er ausschließlich spanisch spricht.

Titel: Re: Auswandern von Mexiko nach Deutschland
Beitrag von Ulf am 10.01.2007 um 15:15:16

inge schrieb am 10.01.2007 um 15:11:51:
Immerhin erleichtert das Sprechen der Landessprache üblicherweise die Arbeitssuche ... ein MaschBauIng ist in einem mittelständischen dt. Unternehmen zB i.A. nicht sehr hilfreich wenn er ausschließlich spanisch spricht.


Drittens ist mir bekannt, daß Spanien die Einwanderung aus Lateinamerika recht aktiv betreibt.

Gruß, ULF

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