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Vom unglücklichen Menschen zum glücklichen Frosch (war eine Gutenachtgeschichte für meine Kids) |
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Quako der I ist der König der Frösche und
herrscht über einen großen Froschteich. Dieser liegt zum Glück abseits
jeder menschlichen Zivilisation. Die Froschgemeinschaft lebt dort noch
ungestört und unbehelligt von der menschlichen Zerstörungswut. Prinzessin Froschia, die reizende Tochter des Königs, wartet schon sehnsüchtig darauf, daß ihr endlich ein Froschprinz den Hof macht und sie zur Gemehlin nehmen will. Doch leider hat bisher noch keiner um ihre Hand angehalten. An einem schönen Frühlingsnachmittag geschieht etwas sonderbares: Ein Mensch nähert sich dem Teich. Die meisten Frösche verstecken sich rasch, springen in den Teich oder verkriechen sich im schützenden Gras. Den sie sind alle den Anblick von Menschen nicht gewöhnt und ahnen nichts gutes. Nur Prinzessin Froschia träumt so vertieft vor sich hin, daß sie, auf einem Seerosenblatt sitzend, nichts von alledem bemerkt. Inzwischen ist der Mensch, ein stattlicher junger Mann, fröhlich summend am Teich angelangt. Er erfreut sich des schönen Anblicks über ein Stück unangetastet gebliebene Natur. Er sieht auch Prinzessin Froschia und spricht sie mit freundlicher Stimme in einem fast musikalischen Ton an: „Ach, was bist du für eine schöne Froschdame. Ich habe lange suchen müssen, bis ich endlich wieder Frösche zu sehen bekomme“. Prinzessin Froschia ist urplötzlich aus ihren Träumen erwacht und sieht nun den inzwischen niedergebeugten Jüngling. Er macht auf sie einen so freundlichen und vertrauten Eindruck, daß sie keine Spur von Angst empfindet. „Ich bin ja schließlich auch die Prinzessin dieses teiches. Mein Vater ist König Quako der I und ich bin Prinzessin Froschia“ entgegnet sie stolz und hüpft etwas auf ihrem Seerosenblatt umher, damit sie der Fremde besser betrachten kann. „So, du bist also die Prinzessin Froschia. Darf ich mich ein bischen näher zu dir ins Gras legen? Ich möchte dir gerne etwas erzählen“. „Aber natürlich, weißt du, für mich ist es hier so langweilig, weil ich nur darauf warte, daß mir endlich ein Prinz seine Aufwartung macht, da ist eine Abwechslung sehr willkommen.“, freut sie sich und hüpft mit einem eleganten Satz ins Gras neben den ungebetenen Gast. „Nun, dan will ich dir einmal meine eigenartige Geschichte erzählen, es wird dich sicher interessieren. Vor langer Zeit war ich so wie du ein Frosch, und zwar kein gewöhnlicher Frosch, sondern der Froschprinz Laubi, Sohn des Froschkönigs Froschido in einem von hier weit entfernten Froschteich, der fast so schön und so groß war, wie der eurige. Ich war ein ziemlich frecher Bursche und nicht gerade ein Musterbeispiel eines Prinzen. Mein Vater war fast immer böse auf mich, weil ich ihm nicht geeignet erschien, eines tages sein Nachfolger zu werden. Als ich mal wieder etwas besonders schlimmes angestellt hatte, wurde es meinem Vater einfach zu viel. Er rief die böse Froschhexe Grausia herbei, die mich bestrafen sollte. Wie du dir jetzt vielleicht vorstellen kanst, wurde ich in einen Menschen verwandelt, da diese angeblich genauso böse sind wie ich. Nach der Verwandlung durch die Froschhexe Grausia sollte ich erst dann wieder in einen Froschprinz zurückverwandelt werden, wen ich eine Froschprinzessin finde, die bereit ist, mich zu küssen und meine Frau zu werden. Ich will nicht länger unter den Menschen leben. Es hat lange gedauert, bis ich endlich wieder einen Froschteich gefunden habe, den die bösen Menschen haben die Natur hemungslos zerstört und angeblich für den Fortschritt und zum Wohle der Menschen mißbraucht. Dabei haben sie das Gegenteil erreicht. Außerdem werden die wenigen Frösche, die es noch gibt, oft als sogenante Delikatesse verspeist. Dich hier in dieser unberührten Idylle zu treffen, das ist für mich das höchste Glück. Jetzt kennst du meine Geschichte. Du weißt warum ich hier bin, und es liegt an dir, mich zu erlösen“. Die Prinzessin hat die ganze Zeit fast wie gelähmt zugehört. Sie braucht eine Weile, um das zu verdauen. „Da brauche ich nicht lange zu überlegen, ich kann mir gut vorstellen, wie qualvoll dein Dasein als mensch sein muß, vor allem, weil du weißt, wie schön und friedlich das Leben als Frosch in einer großen Froschfamilie sein kann“, bedauert ihn Froschia und küßt ihn ohne zögern um ihn zu erlösen und sich ihren Prinzen herbei zu zaubern. Im nächsten Augenblick verwandelt sich der unglückliche Mensch in den glücklichsten und schönsten aller Frösche. Überglücklich hüpfen Froschia und Laubi in den Teich, um ihr Glück allen anderen Fröschen mitzuzteilen. Natürlich gibt auch König Quako der I sofort seine Zustimmung zur Hochzeit der beiden.
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